Blogparade: Die HR-Mythbusters

  • HR Mythbusters

Blogparade: Die HR-Mythbusters

Alles begann mit einem harmlosen Tweet, in dem ich Herwig Kummers Artikel auf dem Personaleum teilte. Dort geht es um das Ammenmärchen, dass durch Videos quasi automatisch 90 Prozent der Inhalte im Gedächtnis des Lerners bleiben. Ja, ne – is‘ klar!

Schnell entstand die spontane Idee, eine Blogparade stattfinden zu lassen, um einmal mit häufig falsch oder nur unvollständig zitierten Modellen, Studien und Aberglauben in der Personalentwicklung aufzuräumen. Denn wir waren uns sofort einig, dass es neben dem im Tweet erwähnten „magischen Lernprozess“ noch eine Menge weiterer Modelle gibt, die vollkommen unberechtigt durch den Äther kreisen… Und hier ist sie jetzt die Blogparade:

HR Mythbusters

Sie kennen ein Modell, das immer wieder falsch wiedergegeben oder zitiert wird? Oder Sie haben sich mit einer wissenschaftlichen Studie intensiv beschäftigt, aber in vielen Blogs oder Workshops wird sie vollkommen verkehrt angewendet? Dann wird es Zeit, dass Sie im Rahmen der Blogparade HR Mythbusters diesen Umstand ein für alle Mal korrigieren!

Was muss ich tun?

  • Schreiben Sie einen Blogartikel zu einem Modell, einer Studie oder einem wissenschaftlichen Experiment, das häufig falsch oder nur unzureichend wiedergegeben wird. Stellen Sie die Fehler und Mängel in der Anwendung heraus und schreiben Sie darüber, was das Modell oder Experiment tatsächlich aussagt. (Ein paar praktische Beispiele, wie man das Modell richtig anwendet, schaden natürlich auch nicht!)

  • Veröffentlichen Sie Ihren Blogartikel bis spätestens zum 31. Juli 2017 30. August 2017.

  • Achten Sie darauf, dass Sie in Ihrem Blogartikel einen Link zu diesem Artikel setzen: Dadurch wird automatisch ein sogenannter Pingback erzeugt und Ihr Artikel hier in den Kommentaren angezeigt. (Außerdem werde ich diesen Artikel fortlaufend aktualisieren und auf dem neuesten Stand halten.)

  • Teilen Sie Ihren Artikel auf Twitter oder Facebook mit dem Hashtag #hrmythbusters. Wir wollen ja, dass möglichst viele Menschen davon erfahren, was alles so fälschlicherweise an Halbwissen kursiert.

Bisherige Beiträge zur HR-Mythbusters-Blogparade

Mythos Lernpyramide

Zwar kein Artikel, der direkt für diese Blogparade erstellt wurde, aber trotzdem hier aufgeführt werden muss, da er mit dem Mythos „Lernpyramide“ aufräumt!

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Eins meiner persönlichen Highlights aus der Märchenwelt: „Wörter und Inhalt haben nur 7 Prozent Wirkung“. Was hinter der häufig falsch zitierten Studie von Albert Mehrabian wirklich steckt und was das 7-38-55-Modell aussagt, lesen Sie hier!

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Mythos 7-38-55
Mythos 7-38-55

Stephan Labrenz macht in diesem sehr lesenswerten Blogartikel deutlich, dass der Mythos von der „linken und rechten Gehirnhälfte = rationaler Bereich und kreativer Bereich“ nicht mehr als ausgemachter Quatsch ist. Vielen Dank für den tollen Artikel!

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Anne Lamberts hat sich in diesem Blogartikel das „Drei-Säulen-Modell“ nach Dave Ulrich vorgenommen und zeigt auf, dass dieses Modell zwar oft gerne verwendet wird, andere Alternativen für eine gute HR aber gerne ausgeblendet werden und das Drei-Säulen-Modell somit immer als einzige Möglichkeit dargestellt wird.

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Drei-Säulen-Modell nach Dave Ulrich
Neuro-Learning? Vergiss es!

Zum Abschluss der Reihe #hrMythbusters zerschlägt Herwig Kummer auf seinem Blog Personaleum.at noch einmal direkt 5 Mythen der Personalentwicklung mit einem Streich! Ein lesenswerter Artikel rund um das Thema Neuro-Learning.

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Von | 2017-09-11T19:46:11+00:00 26. Juni 2017|Kategorien: Methodik, Modelle, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung|Tags: |9 Kommentare

Über den Autoren:

Ich bin Personal- & Organisationsentwickler und freiberuflich als Trainer und Berater tätig. Meine Themenschwerpunkte sind Motivation, Führungskräfteentwicklung, digitales Lernen und konstruktivistische Lerntheorie.

9 Kommentare

  1. Martin Geisenhainer 26. Juni 2017 um 10:35 Uhr - Antworten

    Hallo Lars

    Ich habe in meinem Swisscom-internen Blog mal einen Beitrag publiziert, in dem ich mich despektierlich zum Lerntypenmythos geäussert hatte. Da der Blog nicht öffentlich zugänglich ist, poste ich ihn hier als Kommentar:
    —————–

    Nachdem mein letzter Blogeintrag keine Shitstorm hervorgerufen hat, obwohl ich Tools wie Facebook, Twitter oder Snapchat in einem Satz mit Lernen nannte, knüpfe ich mutig an diesem Punkt an und stürze mich in Teil zwei meiner Überlegungen zu Lernwerkzeugen.

    Spannend für den sinnvollen Einsatz der individuell passenden Lernwerkzeuge ist es, herauszufinden, welche das für mich, bzw. für jeden einzelnen sein könnten. Jane Hart, vom Center for Learning & Performance Technologies stell jährlich eine Liste der 100 meistverwendeten Lernwerkzeuge online (und gibt überdies jedem, der mag, die Möglichkeit, über diese Auflistung mit abzustimmen ). Das ist schon mal ein toller Fundort, um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Auswahl es überhaupt so gibt und sich vielleicht von der einen oder anderen Möglichkeit inspirieren zu lassen.

    Auf der anderen Seite wird der Dschungel an verfügbaren Tools und Apps damit nicht gerade kleiner und mancher wird die Flinte gleich wieder ins Korn werfen. Bevor wir uns also der Suche nach Lernwerkzeugen zuwenden ist es hilfreich, sich darüber klar zu werden, welcher Lerntyp man denn eigentlich ist. Halt, ich meine hier nicht die oft falsch verstandenen Lerntypen nach Frederick Vester, dem es mit seiner Klassifizierung darum gegangen war, die verschiedenen Wahrnehmungspräferenzen darzustellen (denn jetzt mal ernsthaft: wie soll „Lernen“ auditiv oder visuell geschehen können? Lernen ist ein kognitiver Prozess, der durch unsere Sinne nur angefeuert werden kann). Wenn ich also von Lerntypen spreche, dann denke ich eher an Präferenzen in diesem kognitiven Vorgang: bevorzuge ich es, mich dabei mit anderen auszutauschen, bin ich also der soziale oder kollaborative Lerntyp? Gehöre ich zu den Jägern und Sammlern, die sich bevorzugt mit Blogs, Fachartikeln oder Videos auseinandersetzen? Oder bin ich der Faktenjunkie, der nackte Daten in Form von Tabellen, Bulletpointlisten oder technischen Datenblättern favorisiert und jede Form von redaktioneller oder didaktischer Aufbereitung als störend und beeinflussend empfindet? Na gut, die Welt ist auch nicht schwarzweiss, ich werde also irgendwo dazwischen, oder ganz anderswo angesiedelt sein. Ich kann es nicht wirklich wissen, solange ich meine Lernpräferenzen nicht einmal reflektiert habe. Wie wäre es, willst Du mal einen ersten, einfachen Versuch machen, Dich über Dein Lernen zu befragen? Dann erstelle doch mal Dein ganz persönliches ABC des Lernens. Finde für jeden Buchstaben des Alphabets einen Begriff, der Dein Lernen charakterisiert und erläutere ihn mit einem Satz. Mach es für Dich, oder poste Deine Liste als Kommentar zu diesem Blogeintrag. Ich werde das mal tun, einfach als Beispiel. Meine Liste ist unterdessen ein knappes Jahr alt, vielleicht sähe sie heute schon ein wenig anders aus. Ich hatte das wirkliche Vergnügen, sie im Rahmen eines MOOC zum Thema „Modern Workplace Learning“ mit Jane Hart als Aufgabe zu erstellen, weshalb sie in englischer Sprache ist. Bin gespannt …
    ———————–
    Merci und einen guten Start in die Woche

    • Lars Richter 26. Juni 2017 um 11:12 Uhr - Antworten

      Ach ja, die Lerntypen von Vester… (Letzte Woche noch mit einer Trainer-Kollegin drüber gesprochen!) Vielen Dank für deinen Beitrag =)

  2. Oliver Tacke 26. Juni 2017 um 18:08 Uhr - Antworten

    Auf die Schnelle von unterwegs erst einmal ein Verweis auf einen Blogbeitrag vom letzten Jahr, der sich auch dem Thema widmete.

  3. […] wird gern genutzt, um menschliches Verhalten zu erklären. Doch stimmt diese Annahme überhaupt? Lars Richter hat in einer Blogparade dazu aufgerufen, bekannte HR-Mythen zu sammeln und sie zu entkräften. Diese Möglichkeit nutze ich gern, um diese […]

  4. […] Satz nicht reichen wird, um mit dem Mythos aufzuräumen. Daher werfe ich im Rahmen der Blogparade #HRMythBusters von Lars Richter einen genaueren Blick darauf, was mit der Passung von HR-Organisation und […]

  5. Anne Lamberts 8. August 2017 um 9:18 Uhr - Antworten

    Hallo Lars,

    danke für die schöne Blogparade und die Verlängerung der Deadline 🙂
    Mein Beitrag ist nun endlich fertig – siehe Pingback. Ich hoffe, dass sich noch ein paar weitere HRMyhtBusters mit erhellenden Beiträgen melden!

    Viele Grüße aus dem Rhein-Main-Gebiet
    Anne

    • Lars Richter 13. August 2017 um 23:53 Uhr - Antworten

      Hallo Anne! Vielen Dank nochmal für Deinen tollen Blogartikel! Heute bin ich endlich dazu gekommen, ihn auch im Artikel einzufügen und zu verlinken.

      Liebe Grüße,
      Lars

  6. […] wenn das kein Thema für Lars Richters Blogparade #hrmmythbusters […]

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