Leistungsmotivationsinventar (LMI)

Leistungsmotivationsinventar (LMI) 2016-10-15T15:27:26+00:00

Was ist das Leistungsmotivationsinventar?

Leistungsmotivationsinventar
Das Leistungsmotivationsinventar integriert die wichtigsten Dimensionen, die in verschiedenen Leistungsmotivationstheorien angesprochen werden. Dabei wurde der Versuch unternommen, insbesondere alle berufserfolgsrelevanten Aspekte zu berücksichtigen. Persönlichkeitstheoretischer Hintergrund ist das Verständnis von Leistungsmotivation als Ausrichtung weiter Anteile der Persönlichkeit auf die Leistungsthematik. Das LMI enthält dementsprechend eine Reihe berufserfolgsrelevanter Dimensionen, die konventionell nicht der Leistungsmotivation zugerechnet werden. Der Test unterscheidet 17 Dimensionen oder „Leistungsorientierungen“, die mit jeweils 10 Items gemessen werden: Beharrlichkeit, Dominanz, Engagement, Erfolgszuversicht, Flexibilität, Flow, Furchtlosigkeit, Internalität, Kompensatorische Anstrengung, Leistungsstolz, Lernbereitschaft, Schwierigkeitspräferenz, Selbstständigkeit, Selbstkontrolle, Statusorientierung, Wettbewerbsorientierung und Zielsetzung.

Die Items sind weitgehend berufsbezogen formuliert. Die Auswertung erfolgt dimensionsspezifisch oder als Gesamtwert. Die Ergebnisse werden in Profilform dargestellt.

Mein Angebot

Das LMI ist für Personen ab 16 Jahren geeignet und kann in der Berufseignungsdiagnostik, der Personalauswahl in einem Assessment Center, der Personalentwicklung, in der Sportpsychologie sowie in der Persönlichkeits- und Motivationsforschung eingesetzt werden.

Das Leistungsmotivationsinventar ermöglicht eine differenzierte Profildarstellung der Testpersonen: Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Wie hoch ist ihre Leistungsmotivation? Wie gut passen Bewerber- und Stellenprofil zueinander?

Gerne erfasse ich für Sie vor Ort (oder online) die Fragebögen Ihrer gewünschten Testpersonen. Die Bearbeitung des Bogens dauert ca. 30-40 Minuten. Aus den Ergebnissen erstelle ich daran anschließend für Sie innerhalb eines Tages ein umfangreiches Leistungsmotivationsprofil inklusive Werteinterpretation für jeden der Testteilnehmer.

LMI Profilauswertung

9999pro Test
  • Durchführung des Tests vor Ort (oder online)
  • Auswertung & Interpretation des Testergebnisses
  • Erstellung eines Leistungsmotivations-Profils
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Dimensionen

Im Folgenden können Sie sich einen Überblick über die 17 verschiedenen Dimensionen und ihre Bedeutung verschaffen. Insgesamt lassen sich diese zu drei verschiedenen Faktoren gruppieren. Lediglich die Lernbereitschaft lässt sich nicht ganz exakt zuordnen.

 

Ehrgeiz

Eine Quelle der Motivation zu beruflicher Leistung liegt im Bedürfnis, die mit Erfolgen verbundenen positiven Gefühlszustände wiederholt zu erfahren. Leistungsstolz bezeichnet einen positiven Gefühlszustand als Konsequenz selbstattribuierter Leistung. Personen mit hohen Werten sind dann zufrieden, wenn sie ihr Bestes gegeben haben. Sie empfinden Befriedigung darüber, die eigene Leistung zu steigern, sind leicht beim Ehrgeiz zu packen und sind in ihrem Selbstwertgefühl von ihrer Leistung abhängig.
Beschreibt das Bestreben, eine wichtige Rolle im sozialen Umfeld und einen vorderen Platz in der sozialen Hierarchie einzunehmen. Personen mit hohen Werten suchen die leistungsbezogene soziale Anerkennung anderer. Sie streben ranghohe Positionen an und haben ihr berufliches Fortkommen im Auge. Die Aussicht auf Karriere ist für sie ein wichtiger Motivator ihrer beruflichen Leistung.
Erfasst die Tendenz, Konkurrenz als Ansporn und Motivation für berufliche Leistung zu erleben. Personen mit hohen Werten suchen den Wettbewerb und den Vergleich mit anderen. Sie lassen sich leicht herausfordern, wollen besser und schneller sein als andere. Gewinnen ist ihnen wichtig und bestärkt sie in ihrer Anstrengung.
Betrifft jenen Teil persönlicher Anstrengung und Kraftaufwands, der aus Versagensangst resultiert. Konstruktive Reaktion auf Misserfolgsfurcht. Personen mit hohen Werten neigen dazu, vergleichsweise viel Aufwand und Mühe zu investieren, um Misserfolge zu vermeiden. In beruflichen Leistungssituationen kommt es häufig vor, dass sie „übervorbereitet“ sind. Im Diagnosefall ist die Verhaltenstendenz Kompensatorische Anstrengung besonders dann von Interesse, wenn hohe Furcht vor Misserfolg vorliegt.
Hat den Zukunftsbezug zum Gegenstand. Personen mit hohen Werten setzen sich Ziele sowohl für kurzfristige Aufgaben als auch für langfristige Vorhaben. Sie sind zukunftsorientiert und stellen hohe Ansprüche an das, was sie noch leisten und erreichen wollen. Sie streben nach Höherem, haben langfristige Pläne und wissen, in welche Richtung sie sich persönlich noch weiterentwickeln wollen.
Thematisiert die persönliche Anstrengungsbereitschaft, Anstrengungshöhe und Arbeitsmenge. Personen mit hohen Werten erbringen hohes zeitliches Engagement. Sie arbeiten viel und fühlen sich unwohl, wenn sie nichts zu tun haben. Auch nach besonders anstrengenden Phasen benötigen Sie keine längeren Erholungszeiten. Sie sind durch ein hohes Aktivitätsniveau gekennzeichnet. Gegenüber anderen Aktivitätsbereichen räumen sie der Arbeit Priorität ein. Unter Umständen vernachlässigen sie wichtige andere Seiten des Lebens und werden im Extremfall von anderen als arbeitssüchtig angesehen. Im Gegensatz zum üblichen Verständnis von Arbeitssucht ist Engagement jedoch nicht durch negatives Erleben gekennzeichnet.
Bezeichnet die Tendenz, sich intensiv, unter Ausblendung aller Ablenkungen und mit hoher Konzentration (beruflichen) Aufgabenstellungen und Problemen zu widmen. Personen mit hohen Werten beschäftigen sich oft ganz selbstvergessen mit einer Sache und können dabei die Welt und alles Übrige um sich herum vergessen.
Kennzeichnet das Bemühen, neues Wissen aufzunehmen, also seine Kenntnisse zu erweitern. Personen mit hohen Werten sind wissbegierig und interessiert. Sie investieren aus eigenem Antrieb Zeit und Mühe, um Neues dazuzulernen und sich im eigenen Fachgebiet weiterzuentwickeln. Sie schätzen den Wissensgewinn, auch ohne das damit ein unmittelbarer Nutzen verbunden sein muss.

Unabhängigkeit

Charakterisiert die Neigung zu eigenständigem Handeln. Personen mit hohen Werten sind für ihre Angelegenheiten lieber selbst verantwortlich, als Direktiven anderer zu akzeptieren. Sie wollen ihre Arbeitsweise selbst bestimmen und treffen gern eigenständig Entscheidungen.
Betrifft die Art und Weise der Auseinandersetzung mit neuartigen Situationen und Aufgabenstellungen. Personen mit hohen Werten sind aufgeschlossen und interessiert, sie sind bereit, sich auf verschiedene berufliche Bedingungen einzustellen. Veränderungen und offene Situationen sind für sie nicht beängstigend. Sie lieben den Reiz des Neuen und bevorzugen Situationen, in denen sie Neues erfahren und erleben können, auch wenn sie dafür Unanehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen und das Risiko des Scheiterns besteht. Flexibilität bedeutet auch Veränderungsbereitschaft und das Bedürfnis nach Abwechslung.
Personen mit hohen Werten haben keine Angst, davor zu versagen und von anderen negativ bewertet zu werden. Ihre Anspannung vor wichtigen Aufgaben und Situationen ist nicht so hoch, dass hiervon das Ergebnis negativ beeinflusst wird. Gedanken an Leistungssituationen lösen nicht generell negative Gefühle in ihnen aus. Sie sind emotional stabil und belastbar. Aus Misserfolgen resultierende Frustration bewirkt bei ihnen keine nachhaltigen Beeinträchtigungen. Sie werden durch Öffentlichkeit, Neuartigkeit von Aufgaben und Zeitdruck nicht nervös und in ihrer Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.
Beschreibt die Tendenz, Macht und Einfluss auf andere auszuüben. In der Zusammenarbeit sind Personen mit hohen Werten start auf andere hin orientiert. Sie ergreifen die Initiative und nehmen die Dinge gern selbst in die Hand. Sie überzeugen im Auftreten und sind bereit, Verantwortung für andere zu übernehmen. In einer Arbeitsgruppe spielen sie gerne eine dominierende Rolle. Sie funktionalisieren andere für den eigenen Erfolg.
Beschreibt die Vorwegnahme von Handlungsergebnissen, und zwar hinsichtlich der Möglichkeit des Gelingens. Personen mit hohen Werten rechnen damit, auch bei neuen oder schwierigen Aufgaben ihr Ziel zu erreichen. Sie agieren mit der Erwartung, ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse auch dann erfolgreich zu bringen, wenn Schwierigkeit oder Konkurrenz auftreten.
Mit Schwierigkeitspräferenz ist die Wahl des Anspruchsniveaus und Risikos bei Aufgaben gemeint. Personen mit hohen Werten präferieren schwierige Aufgaben und anspruchsvolle Problemstellungen, die ein hohes Maß an Geschick erfordern. Nach erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben erhöhen sie ihr Anspruchsniveau. Eine besondere Herausforderung sind für sie Aufgaben, bei denen die Möglichkeit des Scheiterns besteht; auftretende Probleme sind eher Ansporn als Hemmnis.
Kennzeichnet das Bemühen, neues Wissen aufzunehmen, also seine Kenntnisse zu erweitern. Personen mit hohen Werten sind wissbegierig und interessiert. Sie investieren aus eigenem Antrieb Zeit und Mühe, um Neues dazuzulernen und sich im eigenen Fachgebiet weiterzuentwickeln. Sie schätzen den Wissensgewinn, auch ohne das damit ein unmittelbarer Nutzen verbunden sein muss.

Aufgabenbezogene Motivation

Bezieht sich auf die Art der Organisation und Durchführung von Aufgaben. Personen mit hohen Werten sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich im allgemeinen langfristig gut organisieren; sie schieben die Erledigung ihrer Pflichten nicht auf. Es fällt ihnen leicht, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren. Sie sind in der Lage, sich zu disziplinierter und konzentrierter Arbeit zu zwingen; sie nehmen auch Entbehrungen in Kauf, um langfristige Ziele zu erreichen.
Erfasst Ausdauer und Kräfteeinsatz bei beruflichen Aufgaben. Personen mit hohen Werten sind dadurch charakterisiert, dass sie energisch und beharrlich an ihren Aufgaben arbeiten. Auftretenden Schwierigkeiten begegnen sie mit hohem Kräfteeinsatz und erhöhter Anstrengung. Sie sind im Stande, ihre volle Aufmerksamkeit auf das Geschehen zu richten, und sie lassen sich nicht leicht davon abbringen, eine wichtige Aufgabe zu erledigen.
Internalität ist die generalisierte Überzeugung, dass Handlungsergebnisse tendenziell als eher selbstverursacht und selbstverantwortet erlebt werden, anstatt sie externalen Ursachen zuzuschreiben. Personen mit hohen Werten sind dadurch gekennzeichnet, dass sie Ergebnisse und Konsequenzen ihres Verhaltens auf internale Ursachen zurückführen. Sie sind der Überzeugung, dass das meiste im Leben von ihnen selbst, ihrem eigenen Verhalten und Kräfteeinsatz abhängt. Beruflicher Erfolg ist für sie keine Glückssache, für Misserfolge und Minderleistungen fühlen sie sich selbstverantwortlich.
Kennzeichnet das Bemühen, neues Wissen aufzunehmen, also seine Kenntnisse zu erweitern. Personen mit hohen Werten sind wissbegierig und interessiert. Sie investieren aus eigenem Antrieb Zeit und Mühe, um Neues dazuzulernen und sich im eigenen Fachgebiet weiterzuentwickeln. Sie schätzen den Wissensgewinn, auch ohne das damit ein unmittelbarer Nutzen verbunden sein muss.