Der Mörder ist unter uns

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Der Mörder ist unter uns

Bei mehrtägigen Schulungen ist es oft eine große Herausforderung, einen guten Gruppenzusammenhalt zwischen den Teilnehmern zu erzielen. Oft verstreuen sich die Teilnehmer in den Pausen und schnell bilden sich Cliquen. Mit dem Spiel „Der Mörder ist unter uns!“ können Sie diesen Prozessen mit viel Spannung entgegenwirken und einen Hauch von Agatha Christie durch Ihre Schulungen wehen lassen.

Beschreibung

Zu Beginn der Schulung lassen Sie jeden Teilnehmer aus einem Lostopf einen Zettel ziehen. Alle bis auf einen sind leer. Auf einem einzigen Los ist jedoch „Mörder!“ zu lesen. Der Teilnehmer, der dieses Los zieht, hat nun die Aufgabe, möglichst alle anderen Schulungsteilnehmer „umzubringen“. Das kann er tun, indem er ihnen die Hand auf die Schulter legt und sagt: „Du bist tot!“ Leider ist das jedoch nicht ganz so einfach, denn der „Mörder“ kann andere Teilnehmer nur dann umbringen, wenn sie alleine sind. (Er muss also unbeobachtet sein.)

Jedes zu beklagende Opfer trägt sich umgehend (wahlweise auch erst nach einer Wartezeit von circa einer Viertelstunde, um es schwieriger zu machen) auf einer Liste ein, die sich für alle zugänglich in der Kaffeeküche befindet. Neben dem Namen des Opfers wird außerdem Tatort und Tatzeit festgehalten. Diese Liste kann den Überlebenden dienen, erste Überlegungen anzustellen, wer der Mörder ist. Sollte jemand der Meinung sein, er wisse, wer der Mörder ist, kann er alle Schulungsteilnehmer zusammenrufen und „Anklage erheben“. Fall er richtig liegt, ist das Spiel beendet (und kann sofort neu gestartet werden). Sollte die Anklage falsch sein, ist der Ankläger automatisch ein weiteres Opfer.

Bereits getötete Opfer bieten noch lebenden Mitspielern übrigens keinen Schutz mehr. Das heißt, wenn Spieler sichergehen wollen, einem Mordanschlag zu entgehen, sollten sie sich mit weiteren, „noch lebenden“ Mitspielern umgeben. Außerdem dürfen die Opfer natürlich während eines laufenden Spiels den noch lebenden Mitspielern keine Tipps zur Identität des Mörders geben oder gar seinen Namen verraten.

Effekt

Was zunächst wie ein recht makabres Spiel klingt, führt regelmäßig dazu, dass sehr schnell ein großer Gemeinschaftssinn entsteht. Niemand möchte dem Mörder zum Opfer fallen und so bilden sich schnell enge Gruppen und Bindungen zwischen den Schulungsteilnehmern. Denn alleine zu bleiben ist in diesem Spiel absolut tödlich. Auch das gemeinsame Schlussfolgern, wer der Mörder sein könnte, bereitet jedes Mal einen Heidenspaß! (Der Mörder kann natürlich auch gezielt Falschinformationen säen…)

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Von | 2017-09-12T15:03:10+00:00 12. Juni 2017|Kategorien: Methodenkiste, Methodik|Tags: , |0 Kommentare

Über den Autoren:

Ich bin Personal- & Organisationsentwickler bei der MediaMarktSaturn Deutschland GmbH und außerdem freiberuflich als Trainer tätig. Meine Themenschwerpunkte sind Führungskräfteentwicklung, Motivation, E-Learning und konstruktivistische Lerntheorie.

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